Perfekter Rückrundenstart: EnBW TVR gewinnt in Wuppertal
„Mit zwei Punkten wäre ich zufrieden“, sagte Manager Jörg Papenheim vor der viertägigen Reise des EnBW TVR in den Westen Deutschlands. Diese Aussage zeigte schon, dass die Rottenburger auch bei den Wuppertal Titans mit heftiger Gegenwehr rechneten. Die gab es im ersten und phasenweise auch im dritten Satz, doch die Rottenburger demonstrierten an der Wupper, dass sie dazugelernt haben. Zwar mussten die Rottenburger im Auftaktsatz bis zum zweiten Satzball warten, den nutzten sie aber dank guter Blockarbeit konsequent zum 28:26. Im dritten Satz ließ man den Hausherren nach einem 15:17-Rückstand kaum noch eine Chance. Zu diesem Zeitpunkt war Thomas Kaczmarek auf dem Feld, der ab Ende des ersten Satzes die zwischenzeitlich schwächelnde Annahme der Domstädter wieder auf Kurs brachte. Mit Thomas „Bob“ Ranner an der Aufschlaglinie gelangen den Domstädtern sechs Punkte in Folge – eine Vorentscheidung. „Bob zeigte insgesamt ein gutes Spiel“, sagte Müller-Angstenberger über den Mittelblocker, der insgesamt auf elf Punkte kam. Neben Ranner waren Kapitän Pompe und Diagonalangreifer Steinke die besten Punktesammler beim EnBW TV Rottenburg. Bei den Titans hatte Interimstrainer Gergely Chowanski nicht sich selbst, sondern den 19-jährigen Merten Krüger ins Zuspiel beordert. Diese Maßnahme überraschte die Rottenburger, doch große Vorteile konnten die Hausherren nicht daraus ziehen. Seit dem Trainerwechsel konnten die Titans zwar zwei Ligaspiele (Netzhoppers KW, Moerser SC) gewinnen und sich auf Rang neun der Tabelle vorarbeiten, doch die Rottenburger waren am Samstag eine Nummer zu groß für den Tabellen-Neunten. Mit dem ersten Erfolg im Jahr 2010 holten die Rottenburger ihren neunten Saisonsieg und haben damit vier Punkte Vorsprung vor dem Tabellen-Fünften SCC Berlin. „Ein kleines Polster vor den nächsten schweren Aufgaben“, so Müller-Angstenberger. Am kommenden Wochenende geht es zum Aufsteiger TV Bühl, ehe zuhause mit Berlin und Friedrichshafen weitere harte Brocken auf die Bischofstädter warten.