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Volleyball: (EnBW TV Rottenburg)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Tübingen
 
EnBW TV Rottenburg: Die Play-offs greifbar nah

An das Vorrundenspiel gegen Wuppertal erinnern sich die Rottenburger noch gerne. Mit 3:0 beendete man gegen das Team von Jens Larsen den „Auswärtsfluch“, gewann die erste Bundesligapartie in der Ferne und schickte die Titans in die Krise. Das Titans-Management griff zu sehr ungewöhnlichen Methoden. Die Mannschaft sollte „den Schuldigen“ benennen. Wer bei diesem „Dschungel-Camp“ der besonderen Art keine Nominierung abgab, nominierte sich somit selbst. Letztlich würde kein „Kandidat“ aus der Mannschaft gewählt, sondern der Kader rückte noch enger zusammen.
Wuppertal war nicht die einzige Mannschaft in dieser Saison, wo nach einer Niederlage gegen den EnBW TVR Unruhe herrschte. In Eltmann stellte der Trainer sein Amt nach dem Pokalaus zur Verfügung, was mit etwas Verzögerung angenommen wurde. Beim letzten Gegner Dürrenberg/Spergau musste der Trainer nach dem Sieg der Rottenburger gehen. „Ich denke kaum, dass wir bei diesen Mannschaften der Grund für Trainerwechsel oder Krisengespräche waren. Uns wird eher die zweifelhafte Ehre zuteil, der Tropfen zu sein, der das Fass zum Überlaufen bringt“, sagt EnBW-TVR-Manager Papenheim.
Trotz der Maßnahmen in Wuppertal fanden sich die „Titanen“ bis vor zwei Wochen auf einem Abstiegsplatz wieder. Dünner Spielerkader, dazu Verletzungen und unglückliche Niederlagen, es war eine Seuchensaison für die Titans. Im Jahr 2009 sieht es dagegen gut aus für die Gäste. Knappe 2:3-Niederlagen gegen die Topteams SCC Berlin und Moers, dazu drei Siege aus den letzten vier Spielen. Darunter klare Erfolge gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Leipzig und Giesen/Hildesheim. „Das zeugt von einer großen mentalen Stärke, wenn man solche 4-Punkt-Spiele klar gewinnt“, sagt Jörg Papenheim. Für Titans-Trainer Jens Larsen ist klar: „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel, auch unser nächstes Spiel in Rottenburg.“
Da kann Larsens Kontrahent Müller-Angstenberger entspannter auf die Partie blicken. Der Abstieg ist nur noch mit ganz großen Rechenspielen möglich, die Play-offs greifbar nahe. „Der Erfolg in Bad Dürrenberg war wichtig. Vor allem, wie die Mannschaft die Verletzung von Stefan weggesteckt und sich als tolle Einheit präsentiert hat“, sagt der 37-jährige. Diagonalspieler Stefan Schneider hatte sich zu Beginn der Partie in Dürrenberg an den Bändern verletzt und konnte nicht mehr weitermachen. Ob er gegen Wuppertal spielen wird, ist noch unklar. „Max Lake hat ihn allerdings hervorragend ersetzt und würde dies auch gegen Wuppertal tun“, ist sich Müller-Angstenberger sicher und warnt seine Mannschaft aber zugleich, „die Titans werden sich sicher mit allem wehren, was sie haben. Das haben die letzten Partien gezeigt.“ Mit einem Erfolg gegen die Titanen wäre die sensationelle Play-off-Teilnahme der Rottenburger wohl endgültig besiegelt.
Ähnlich sensationell wie bei der Bundesligamannschaft sieht es in der Regionalliga für das „Nachwuchsteam“ der Rottenburger aus. 9 Siege in Folge und fünf Spieltage vor Schluss ist man Tabellenführer VfB Ulm mit zwei Punkten Rückstand auf den Fersen. In drei Wochen könnte es in Ulm zum entscheidenden Duell um die Meisterschaft kommen, davor müsste am Samstag erst einmal der TSV Allianz Stuttgart geschlagen werden. Die Mannschaft um den Ex-Rottenburger Bundesligaspieler Axel Ziehte ist ein alter Rivale des TVR und die letzten Partien sorgten immer wieder für mächtig Spannung. Wer sich am Samstag also eine richtige „Volleyballdröhnung“ verpassen will, ist ab 17 Uhr in der Rottenburger Hohenberghalle willkommen. Als Bonus gibt es für die Eintrittskarte des Regionalligaspiels bei der Bundesligapartie am Abend ein Freigetränk.


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Autor: jpap
Artikel vom 26.02.2009, 14:34 Uhr
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